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Titel Hrsg.; Autor/-innen Jahr
Prävention der Glücksspielsucht. Memorandum der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (Hrsg.) 2007
Bezug über Format
Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. (DHS) Fachartikel
Zusammenfassung

Glücksspiele sind definiert als (Geld-)Wetten auf den Ausgang vorwiegend zufallsabhängiger Ereignisse. Sie zählen nicht zu den normalen Wirtschaftsgütern, vielmehr handelt es sich um so genannte demeritorische Güter. Gemeint sind damit Waren und Dienstleistungen, die negative Folgen für die Gesellschaft haben und daher einer Regulierung bedürfen. In Bezug auf Glücksspiele sind die gravierenden Nachteile zunächst finanzieller Art und bei der Entstehung einer Glücksspielsucht zusätzlich mit negativen psychischen, körperlichen und sozialen Folgen verbunden. Rechtshistorisch steht das strafrechtliche Verbot als Grundstrategie gesellschaftlicher Kontrolle im Vordergrund. Entsprechend existiert auch im Deutschen Recht ein prinzipielles Verbot des Angebots und der Teilnahme an Glücksspielen. Bei einem großen Angebot und geringer Sanktionierung exzessiven Glücksspielens (funktionsgestörte Permissivkultur) bedarf es einer geringen individuellen Vulnerabilität, in Gesellschaften mit stark reguliertem Angebot mit einer strengen Sanktionierung von Normabweichungen einer hohen individuellen Vulnerabilität, um glücksspielsüchtig zu werden. Hieraus empfiehlt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen Handlungsoptionen für die Gesetzgebung und die Prävention.

Link auf externe Website
http://www.dhs.de/fileadmin/user_upload/pdf/dhs_stellungnahmen/praevention_der_gluecksspielsucht_memorandum_2007.pdf