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Titel Hrsg.; Autor/-innen Jahr
Abbruch der Zahlungsströme als Mittel zur Bekämpfung unerlaubter Internetglücksspiele Brugger, C. 2011
Bezug über Format
In: Becker, T. (Hrsg.): Glücksspiel im Internet. Beiträge zum Symposium 2009, 91-111 Fachartikel
Zusammenfassung

In allen Bereichen der Internetkriminalität hat sich in den letzten Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, dass ein isoliertes Vorgehen gegen die Betreiber der Seiten oft einem Kampf gegen Windmühlen ähnelt. Dies gilt vor allem dann, wenn sich diese samt ihrem Server in Staaten niedergelassen haben, die außerhalb jeglichen Einflusses deutscher Straf- und Ordnungsbehörden liegen. Abhilfe versprechen Strategien, die an der Infrastruktur ansetzen. Die bisherigen Maßnahmen richten sich meist gegen die Internetprovider und damit die Datenströme, mit denen die verbotenen Inhalte auf die Rechner der deutschen Nutzer gelangen. Der deutsche Gesetzgeber nahm die Chance wahr, von den Erfahrungen der US-Behörden zu profitieren und schuf mit § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 4 GlüStV die rechtliche Grundlage für Eingriffe in die Zahlungswege unerlaubter Glücksspiele. Danach kann die zuständige Behörde des jeweiligen Landes im Einzelfall Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten die Mitwirkung an Zahlungen für unerlaubtes Glücksspiel und an Auszahlungen aus unerlaubtem Glücksspiel untersagen. Eine Umsetzung in die Praxis erfolgte bislang nicht. Umso interessanter ist die Überlegung, wie sie aussehen könnte.

Link auf externe Website
https://www.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/gluecksspiel/intern/Konferenzband2009_V2.pdf