Möchten Sie einen Korrekturvorschlag für diesen Eintrag einreichen, können Sie dies unter folgendem Link tätigen: Korrekturvorschlag einreichen


Titel Hrsg.; Autor/-innen Jahr
Das deutsche Glücksspielrecht im Jahr 2008 Brückner, J. 2011
Bezug über Format
In: Becker, T. (Hrsg.): Glücksspiel im Internet. Beiträge zum Symposium 2009, 289-313 Fachartikel
Zusammenfassung

Aus glücksspielrechtlicher Sicht war das Jahr 2008 durch den am 1. Januar in Kraft getretenen Staatsvertrag zum Glücksspielwesen in Deutschland (GlüStV) bestimmt. Vor dem Hintergrund des Sportwettenurteils des Bundesverfassungsgerichts vom 28. März 2006 sieht der umstrittene GlüStV seither eine am Ziel der Spielsuchtbekämpfung ausgerichtete und insgesamt strengere Regulierung von Glücksspielen vor. Sein Anwendungsbereich umfasst insbesondere Lotterien und Sportwetten. Von hoher Bedeutung sind die Vorschriften über den Vertrieb von Glücksspielen und das für weite Teile errichtete staatliche Veranstaltungsmonopol, das private Anbieter ausschließt. Für die kommenden Jahre ist zu erwarten, dass die juristischen Auseinandersetzungen rund um die Vereinbarkeit des GlüStV mit dem Verfassungsrecht und dem Gemeinschaftsrecht anhalten. Das sowohl für den Staat als auch private Unternehmer einträgliche Geschäft mit der Glücksspielleidenschaft der Bevölkerung wird dazu führen, dass sämtliche Rechtsschutzmöglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Teilnahme am Glücksspielmarkt zu sichern. Letztlich werden daher die Urteile des BVerfG und des EuGH entscheidend sein.

Link auf externe Website
https://www.uni-hohenheim.de/fileadmin/einrichtungen/gluecksspiel/intern/Konferenzband2009_V2.pdf