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Titel Hrsg.; Autor/-innen Jahr
Selbstheilung bei pathologischen Glücksspielern. Die Bedeutung suchtunspezifischer Hilfen und persönlicher Vermeidungsstrategien Kalke, J., Buth, S. 2016
Bezug über Format
In: Suchttherapie 2016 (1) Studie
Zusammenfassung

Ziel: Es wird der Frage nachgegangen, ob sich hinsichtlich der Nutzung suchtunspezifischer Hilfeangebote und den Strategien zur Vermeidung eines Rückfalls Merkmale identifizieren lassen, die in der Prävention und Hilfe genutzt werden könnten, um Selbstheilungsprozesse bei pathologischen Glücksspielern gezielt zu unterstützen. Methode: Die Stichprobe umfasst 135 ehemals spielsüchtige Personen, die sich hinsichtlich ihrer früheren Inanspruchnahme formeller suchtspezifischer Hilfen unterscheiden: 69 Selbstheiler (SH) vs. 66 Remittierte mit intensivem Kontakt zum Hilfesystem (RfH). Ergebnisse: Die RfH sind sowohl hinsichtlich der früheren spielbedingten Probleme als auch der negativen Folgen der Spielsucht die stärker belastete Gruppe. Sie nehmen suchtunspezifische Hilfeangebote in stärkerem Maße in Anspruch als die SH. Auch werden von ihnen häufiger Verhaltensstrategien angewendet, die helfen sollen, nicht rückfällig zu werden. Schlussfolgerung: Auch wenn sich keine suchtunspezifischen Maßnahmen oder Vermeidungsstrategien identifizieren lassen, die speziell für die Förderung von Selbstheilungsprozessen von Relevanz wären, zeigt sich insgesamt, dass solche Angebote und Handlungsoptionen eine sinnvolle Ergänzung des bestehenden Präventions- und Hilfesystems darstellen können.

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https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0042-103067