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Titel Hrsg.; Autor/-innen Jahr
Reichweite von Suchtprävention aus der Perspektive jugendlicher Endadressaten Rehbein, F. et al. 2019
Bezug über Format
In: Sucht, 65 (1), S. 48-59 Studie
Zusammenfassung

Ziele: In dieser Studie wird ermittelt, welcher Anteil von Neuntklässlerinnen in ihrem bisherigen Leben durch Suchtpräventionsmaßnahmen zu spezifischen Konsumrisiken (Alkohol, Rauchen, Cannabis, Ecstasy/LSD, Glücksspiel, Computerspiel) erreicht wurde (Reichweite von Suchtprävention). Methodik: Datengrundlage bildet eine niedersachenweite repräsentative Befragung von Schülerinnen der neunten Jahrgangsstufe (n = 10.638). Ergebnisse: 82,7 Prozent der befragten Jugendlichen nimmt bis zur neunten Klasse an Suchtprävention zu mindestens einem Konsumrisiko teil. Die Reichweite von Suchtprävention variiert zwischen den zu adressierenden Konsumrisiken (Glücksspiel: 22,1 %). Ebenso variieren die eingesetzten Vermittlungsmethoden: Unterricht durch Lehrkraft: 55,5 %; Workshop: 26,6 %; Projektwoche: 24,4 %; Wettbewerb: 8,5 %; Mitmach-Station: 11,5 %; Infomaterialien: 26,8 %; Online-Informationen: 28,1 %. Während dem Urbanisierungsgrad der Wohnregion kaum eine Bedeutung für die Reichweite von Suchtprävention zukommt, haben Hauptschülerinnen gegenüber Gymnasiastinnen in geringerem Maße an extern vermittelten suchtpräventiven Angeboten teilgenommen. Schlussfolgerungen: Die Ergebnisse zeigen, dass Suchtprävention zum Themenfeld illegale Substanzen und insbesondere exzessiv-belohnenden Verhaltensangeboten einen zu geringen Anteil von Jugendlichen erreicht und ausgebaut werden sollte.

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https://econtent.hogrefe.com/doi/ref/10.1024/0939-5911/a000578