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Titel Hrsg.; Autor/-innen Jahr
Das Gefährdungspotenzial von Online-Glücksspielen. Eine systematische Literaturanalyse. Hayer, T., Girndt, l., Kalke, J. 2019
Bezug über Format
Universität Bremen Studie
Zusammenfassung

Unter den Studien, die sich auf Jugendliche und junge Erwachsene beziehen, weisen 9 von 11 ein erhöhtes Gefährdungspotenzial von Online-Glücksspielen allgemein nach. Die übrigen zwei Studien zeigen dagegen keine besonderen Suchtgefahren. Von den 31 Untersuchungen mit Erwachsenen, die sich mit dem Gefährdungspotenzial von Online-Glücksspielen im Allgemeinen befassen, kommt ebenfalls eine deutliche Mehrheit (22) zu dem Schluss, dass Online-Glücksspiele mit besonderen Suchtgefahren einhergehen. Nur neun Primärstudien ergeben in diesem Zusammenhang kein spezifisches Risikopotenzial. Bei den 21 Primärstudien, die sich einzelnen Formen des Online-Glücksspiels widmen, konnte nur in vier kein signifikant erhöhtes Risiko für einzelne Glücksspielformen ermittelt werden, während der größere Anteil (17) einen spezifischen Online-Risikofaktor ausweist. Darunter befinden sich 11 Primärstudien, in denen multivariate Auswertungen vor allem für Online-Poker und für Online Kasinospiele generell ein erhöhtes Gefährdungspotenzial ergeben. Die Untersuchungen mit bivariaten Analysen bestätigen im Kern diese Stoßrichtung: Auch hier zeigt sich ein verstärktes Risiko für Online-Glücksspiele mit einer höheren Ereignisfrequenz (etwa beim Automatenspiel oder Roulette). In der Gesamtschau lässt sich trotz aller Heterogenität in der wissenschaftlichen Güte der Untersuchungen eine deutliche Tendenz der Befunde in Richtung erhöhtes Gefährdungspotenzial von Online-Glücksspielen im Allgemeinen sowie einzelner Online-Glücksspielformen feststellen.

Link auf externe Website
http://www.tobha.de/Bericht_final.pdf