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Titel Hrsg.; Autor/-innen Jahr
Glückspielsucht Hayer, T. et al. 2014
Bezug über Format
Verhaltenssüchte Fachartikel
Zusammenfassung

Verschiedene Evidenzstränge wie die Phänomenologie, neurowissenschaftliche Befunde, Ähnlichkeiten in den Persönlichkeitsprofilen von pathologischen Glücksspielern und Substanzabhängigen sowie erhebliche Überschneidungen hinsichtlich handlungswirksamer Risiko- und Schutzfaktoren sprechen für die nosologische Verortung des pathologischen Spielverhaltens als stoffungebundene Suchterkrankung. In Deutschland gelten aktuell zwischen 103.000 und 300.000 Personen als glücksspielsüchtig, weitere 123.000–347.000 Personen weisen ein problematisches Spielverhalten auf. Risikogruppen bilden Jugendliche, Männer, Individuen mit Migrationshintergrund und Arbeitslose. Der hohe Belastungsgrad der Betroffenen drückt sich u. a. in den hohen Komorbiditätsraten von dem pathologischen Spielverhalten und anderen psychischen Störungen aus (z. B. substanzbezogene, affektive und bestimmte Persönlichkeitsstörungen). Vor dem Hintergrund der zahlreichen Spielanreize gewinnen Maßnahmen der Prävention an Bedeutung, wobei eine restriktive Grundausrichtung staatlicher Glücksspielpolitik mit einem kleinen, konsequent regulierten Glücksspielmarkt am ehesten dem Ziel der Gefahrenabwehr dient.

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https://www.springer.com/de/book/9783642383632